Die Freilandanlage Hurstmoos - oder wo sich der Verein einen Traum erfüllte

Frühlingserwachen im Hurstmoos. Der erste der vier Weiher und im Hintergrund das Blockhaus. Fotos Guido Pelli
Ursprünglich sollten im Hurstmoos Futtertümpel geschaffen, beziehungsweise erhalten werden. Darunter verstehen Aquarianer Tümpel, in denen allerlei Kleingetier heranwächst, das als Futter für die Aquarienfische gefangen wird. So der Plan des Aquarien- und Terrarienvereins Burgdorf. Zusätzlichen Auftrieb bekam das Ansinnen nach einem Besuch beim befreundeten Verein in Zürich, der damals mit der Anlage "Hänsenried" bereits über eine Freilandanlage verfügen konnte. Das Flachmoor im Hurstwald war dabei die Weiher der heutigen Anlage zurück zu erobern, als die Mitglieder des Vereins an der Hauptversammlung 1966 beschlossen, das Hurstmoos zu retten. Die Verlandung war schon stark fortgeschritten als die Arbeiten unter der Leitung von Urs Schläfli an die Hand genommen wurden. Sieben Jahre später und nach 8950 Arbeitsstunden, konnte die Anlage im Oktober 1972 samt Blockhaus eingeweiht werden.
Das "Mösli" ist nicht mehr wegzudenken
Heute teilt der Aquarien- und Terrarienverein Burgdorf die Anlage mit der Bevölkerung. Während die vier Weiher öffentlich zugänglich sind, darf der Verein das Blockhaus und die unmittelbare Umgebung für sich beanspruchen. Mit dieser grosszügigen Geste dankt die Burgergemeinde Hindelbank dem Verein für die Schaffung und den bis heute wahrgenommenen, aufwändigen Unterhalt der Anlage. Einige Bilder vom Einsatz zur Pflege der Anlagen durch die Vereinsmitglieder finden Sie hier.
Das "Mösli" erfreut sich unterdessen grosser Beliebtheit. Als stille Oase der Ruhe und der Natur finden die verschiedensten Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen an die Ufer der Mösliweiher. Wer die Augen offen hält, kann zu jeder Jahreszeit Interessantes am und im Wasser entdecken. Verschiedene Fischarten, Amphibien, Insekten und Vögel bevölkern die Anlage. Daneben hat das Hurstmoos auch einige botanische Raritäten zu bieten. Auf einen Nenner gebracht: Das Hurstmoos hat sich längst zu einem kleinen Paradies entwickelt.
